06.05.2011
„Überlebensstrategie oder Überzeugung? Kooperationsmodelle und Netzwerke im institutionellen Kunstfeld“
Seit ein paar Jahren setzen Institutionen zeitgenössischer Kunst verstärkt auf Netzwerk- initiativen und Kooperationen. Wie lässt sich diese Entwicklung einordnen? Handelt es sich hierbei vorrangig um Marketingmaßnahmen lokaler Akteure, die sich mit den Heraus- forderungen eines globalisierten Kunstsystems konfrontiert sehen? Um den Versuch, materielle und finanzielle Ressourcen zu bündeln und somit Kosten und Risiken zu senken oder überwiegt der Wunsch, traditionelle kuratorische Herangehensweisen zu hinterfragen und neue Wege der Ausstellungsarbeit zu beschreiten?
Ausgehend vom Projekt Thermostat, das zwischen Juni 2010 und Mai 2011 in Deutschland und Frankreich 24 centres d'art und Kunstvereine für eine Zusammenarbeit vereint hat, diskutieren Katia Baudin, stellvertretende Direktorin des Museum Ludwig und Vertreterin des Comité van Roosendaal, Sandra Patron, Direktorin des Parc Saint Léger, centre d'art contemporain in Pougues-les-Eaux und Teilnehmerin am Thermostat Projekt sowie Vít Havránek, Direktor von tranzit.cz über Vorzüge und Fallstricke aktueller Kooperationsmodelle. Die Diskussion wird moderiert von René Zechlin, Direktor des Kunstvereins Hannover und stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV).
Eintritt frei
Ort: Café im Kunstverein
Podiumsgespräch in englischer Sprache